Traurige Sache, wenn eine solche langjährige und nützliche Sache wie die Rehkitzrettung durch schwierige Amtsanweisungen zerstört wird. Wir bedauern, dass wir aufgrund unüberwindbarer Probleme mit den hiesigen Jägern und der Forstbehörde nun keine Möglichkeit mehr finden, Ihnen weiter mit Rat und Tat zur Seite zu stehen.

Was ist geschehen?

Wir kauften vor einigen Jahren ein großes Grundstück in Brandenburg / Havelland, um hier mit den Tieren die unsere Hilfe benötigen, leben zu können. Wir suchten sorgfältig und fanden über einen Makler, welcher zudem der Bürgermeister des Ortes war, dieses passende Grundstück. Ein großes Haus inmitten 2,5 Hektar Wald mit etwas Wiese drum herum. Ringsum niemand den wir stören könnten. Wildtierrettung betreibt man eigentlich auch nicht im Dorf. Ideal für unsere Zwecke. Der Makler und Bürgermeister hieß uns herzlich willkommen und war von unserer Tätigkeit sehr begeistert. Das Grundstück war bereits zur Hälfte voll umzäunt, seit über 40 Jahren schon! Den Rest sollten wir laut Bürgermeister auch einzäunen dürfen. Prima, dachten wir und kauften das Grundstück, mit dem Haus, den Scheunen und Ställen darauf, UND den seit über 40 Jahre stehenden Zäunen. Doch die hiesigen Jäger waren mit unserem Tierschutz nicht einverstanden und zeigten dies deutlich mit aktiven Treibjagden durch unser Privatgrundstück, das Aktive Töten von Tieren vor meinen Augen auf unserem Privatgrundstück und unzählige Anzeige mit unbeschreiblichen Verleumdungen. Ämter sollten gegen uns mobil gemacht werden, vornehmlich aktiv auch die Forstbehörde, da der größte Teil unseres Grundstücks Wald ist.

Es ist in Deutschland verboten Wald einzuzäunen, es spielt keine Rolle ob es ein privates Grundstück ist, auf dem man auch wohnt. Wald muss den Bürgern zur Erholung offen stehen und Jägern zum Jagen. (Ein neues Gesetz ermöglicht es Grundstücksbesitzern sich aus der Zwangsbejagung raus nehmen zu lassen. Diesen Antrag setzten wir nun anwaltlich durch! Infos hierzu über Zwangsbejagung ade oder abschaffung der jagd. de). Als Grundstücksbesitzer hat man hier in Deutschland überwiegend alle Pflichten aber kaum Rechte. Kein anderer Privatbesitz ist so fremdreglementiert wie Wald. Jäger dürfen gegen den Willen des Eigentümers Türme auf dem Grundstück aufstellen, Fallen aufstellen und Jagden durchführen. Man kann sich nicht wehren, nur über die Freistellung per Antrag. Wir wurden ständig bezichtigt Tiere zu quälen, zu verstümmeln, zu wildern und einzusperren, und illegale Waldsperrungen zu vollziehen und und und. (Der Zaun der seit 40 Jahren stand und bisher niemanden störte, bis ein Reh drin stand). Hierzu soll angemerkt werden, dass wenn man seit mehr als 12 Jahren diese Tätigkeit macht, dass es hin und wieder auch vorkommt, dass ein Tier nach der Aufzucht aus diversen Gründen nicht mehr ausgewildert werden kann. (weil es taub ist und eine Gefahr für sich und andere darstellt, wenn es den auf der Straße nahenden LKW nicht hupen hört etc.) es kommt somit vor, dass aus diversen Gründen auch mal ein Tier in lebenslanger Obhut bleiben muss. Für genau diese Fälle haben wir uns dieses naturnahe Grundstück ausgesucht. Ein natürlicher Lebensraum für unsere Schützlinge. Doch die hiesigen Jäger ließen nicht locker und zeigten unermüdlich immer wieder und wieder an. Wohlbemerkt, hatten wir den Männern hier nie etwas getan, keinen Streit provoziert oder anderes. Wir haben sie nie aufgesucht oder bedrängt. Diese Männer kamen und kommen stets zu uns an den Zaun und provozieren und bedrohen. Sogar bis hin zur gefährlichen Körperverletzung!

Das Forstamt drohte mit Strafgeldern in schwindelerregenden Höhen. von mindestens 20.000 Euro bis zu 250.000 Euro. Wir suchten das persönliche Gespräch um eine Problemlösung zu bekommen. Man kann Wald auch umwidmen lassen oder die bestehende Einzäunung für sinnvolle Dinge dulden lassen. Wenn es im Sinne der Allgemeinheit sinnvoll wäre. Wir meinen, dass die Allgemeinheit durch unsere Tätigkeit sinnvoll profitiert. Man darf auch nicht vergessen, dass wir keine Spendengelder erhalten, alles ehrenamtlich aus eigenen Mitteln finanzieren, uns Jahrelang Tage und Nächte um die Ohren schlugen, um Menschen in Not telefonisch zu beraten und zu unterstützen. Jeden Tag, auch Sonntags, Samstags und Feiertags, wenn die Ämter ohnehin geschlossen sind, waren wir rund um die Uhr für Hilfesuchende ansprechbar und haben nach all unseren Möglichkeiten geholfen. Durch uns sind tausende Tiere der Mutter in die Natur zurück gelangt, erfolgreiche Rückführungen nach der Aufzucht, wenn sie sich nicht vermeiden ließ, wir haben Aufklärung gegeben wo  Hilfesuchende keine Hilfe bei den eigentlichen Ansprechpartnern erhielten. Wie oft bekommen wir Anrufe von Leuten, die zuvor niemanden erreichten oder nur einschüchternde Strafandrohungen erhielten. Doch das hilft dem Hilfesuchenden nicht! Die Leute die eigentlich für den hilfesuchenden Bürger da sein sollten, vergessen scheinbar häufig, dass die Hilfesuchenden anrufen, weil sie alles richtig machen möchten und Hilfe suchen. Aufklären statt bedrohen sollte hier Vorrang haben. Diese dann zu beschimpfen und vorzuhalten was sie falsch gemacht hätten hilft niemanden! Dem leidenden Tier am wenigsten! Ich möchte nicht wissen, wie viele Tiere aus Panik und Angst, die von dummen Strafandrohungen geschürt wurde, die Kitze einfach zurück an den Straßenrand setzen, wo es qualvoll einen langen tagelangen leidvollen Tod ertragen musste. Nur weil die Zuständigen nicht in der Lage oder nicht Willens waren, hier richtig zu beraten, die Leute zu unterstützen und zu helfen. Weil diese nicht in der Lage waren ihre Aufgabe umzusetzen, nämlich für den Bürger Anlaufstelle und Ansprechpartner zu sein.

Wir haben rund um die Uhr genau dies getan, kostenlos und jahrelang. Wir suchten also das Gespräch und suchten nach Lösungen. Der Mitarbeiter des Forstamtes lachte uns nur aus, wurde leider sogar unverschämt. Uns wurde gesagt, dass wir uns ein vernünftiges Hobby suchen sollen, anstatt “Schädlinge” am Leben zu halten. Rehe fressen angeblich ganze Wälder kahl, weil sie hier und da mal ein Blättchen äsen! Laut Aussage des Forstamtes würde auch das letzte Reh im Wald immer noch eines zuviel sein! Dass besonders die Forst und auch die Jäger sich kilometerlange und breite Schneisen durch die Wälder schlagen, um mit ihren Fahrzeugen durch die Wälder zu fahren, das ist natürlich etwas ganz anders. So viel Holz und Wald kann keine Reh Herde der Welt fressen, vernichten oder zerstören, wie es hier der Mensch tut! Aber wie gesagt, das ist natürlich etwas ganz anderes.

Der Forstbeamte meinte zu uns, wir sollten mal lieber ein paar Kinder machen, statt uns um solch Viechzeug zu kümmern. Eine persönlich sehr eingreifende Beleidigung, wenn man ein schweres Schicksal zu tragen hat. Einen Antrag auf Umwidmung könnten wir zwar stellen, aber diesen würde er “ungelesen” in den Müll werfen! Wir hätten keine Chance und sollen den Zaun auf unserem Grundstück abbauen! Wir unternahmen noch ein paar Versuche, auch mit unserem Bürgermeister zusammen, doch nichts half. Wir mussten einsehen, dass es bei diesem Forstamt keinerlei Möglichkeit zu geben scheint, hier selbst mit möglichen Mitteln den 40 Jahre bestehenden Zaun weiterhin halten zu können. Den Zaun der für unsere Tätigkeit so unumgänglich nötig ist und für uns Kaufentscheid für dieses Grundstück war. Das skurrile war, dass dieser Beamte unsere Telefonnummer an Hilfesuchende selbst weitergab und hier eigentlich im Sinne des Datenschutzes versagte. Doch wir sind aus anderem Holz und zeigten diesen Mann niemals an.

Wir waren Ansprechpartner für viele Veterinärämter deutschlandweit, Tierärzte, Tierkliniken, Polizei, Feuerwehr, THW, sogar viele Jäger, für Bürger und einfach für jeden, der Hilfe und Rat suchte. Ob Nachts um 2 Uhr, Morgens um 4 Uhr oder Sonntags, wir waren immer da! Doch nun sind wir erschöpft und bei solch massiven Druck und Hass der uns entgegen gebracht wird, ist es einfach unmöglich die ohnehin extreme Belastung dieser heftigen Ehrenarbeit noch leisten zu können. Wenn wir nun auch noch auf unserem privaten Grundstück die notwendigen Zäune (die seit 40 Jahren niemanden interessierten) abbauen müssen, so haben wir auch keine Möglichkeit mehr, ein in Not geratenes Tier bis zur Genesung zu beherbergen. Die Jäger vor Ort brauchten auch nie Sorge haben, dass unsere aufgezogenen oder gesund gepflegten Tiere ALLE hier bei uns vor Ort in die Wildnis zurück gebracht werden. Wir hatten all die Jahre immer Möglichkeiten gesucht und gefunden, dass ein Tier dort zurück in die Natur kommt, wo es herstammt!

Aus tiefstem Herzen tut es uns leid, dass wir nicht mehr helfen können. Unsere Hilfe war nicht nur Hilfe am Tier, sondern in erster Linie auch Hilfe am Menschen, an dem Menschen, der verzweifelt und mit der Situation allein gelassen überfordert ist. Aus Rücksicht auf Frieden und Ruhe schildern wir die unzumutbaren Geschehnisse nicht, die uns hier widerfahren sind, aber wir hoffen, dass wir Ihnen aufzeigen konnten, dass wir hier nicht aus Bequemlichkeit unsere Tätigkeit einstellen, sondern nur weil es durch Jäger und Forstamt unter massiven Druck herbeigeführt wurde.

Wir stellen Ihnen weiterhin unsere Homepage zur Verfügung, aber können fortan keine weitere Hilfe mehr leisten. Über das Buch geben wir weitere Hilfe. Doch hier ist nur noch eine kleine Anzahl von Restbüchern vorhanden, nach Ausverkauf wird es kein weiteres mehr geben. Versuchen Sie im Sinne des Findlings den Sie haben, durchzuhalten und weiter zu suchen, mobilisieren sie die Presse und Öffentichkeit mit Ihrem Problem, zeigen Sie auch auf, dass Anlaufstellen dringend nötig sind und man als Bürger diese auch einfordert. Es kann und darf nicht sein, dass der Bürger allein gelassen wird und mit unvernünftigen Aussagen abgebügelt wird. Wildtierauffangstationen sind nötig und ein Muss in einer zivilisierten Welt. Viele Auffangstationen nehmen zum Beispiel auch kein jagbares Wild auf (Rehe, Schweine, Hasen etc.), was in meinen Augen eine unmögliche Haltung ist. Jedes Lebewesen (ob jagbar oder nicht) sollte Hilfe und Schutz und Empathie verdienen. Die Aussage der Jäger und Forst “davon gibt es sowieso zu viele” lasse ich vor meinem Gewissen nicht gelten! Zur Info: Wir sind überbevölkert und es gibt eindeutig zu viele Menschen und dennoch würde ich keinen am Straßenrand einfach sterben lassen oder verletzt seinem Schicksal überlassen ohne Hilfe zu leisten!

Was Du nicht willst was man Dir tu, das füg auch keinem anderen zu! Was ist daran so schwer umzusetzen????