Unterbringung von ganz kleinen Kitzen

ganz kleine Kitze sollten zu Beginn noch im warmen Haus untergebracht werden. Der Stress und die Umstände schwächen das Immunsystem des kleinen Tieres und schon eine frische Nacht im Freien kann zu einer Erkältung und Lungenentzündung führen die schnell zum Tod des Kitzes führen. Auch ist es für die Kitzbetreuer wesentlich angenehmer, bei den nächtlichen Fütterungen nicht das Haus verlassen zu müssen. (Immerhin zu Beginn alle 2h!)

Das Kitz sollte eine warme und recht ruhige Stelle im Haus bekommen, ein warmes Bettchen und die Möglichkeit Wasser und Futter selbst aufnehmen zu können. Die verschiedensten Unterbringungsmöglichkeiten bieten sich in der Not, jedoch bietet ein Hasenkäfig keine Alternative auf Dauer! Dem Kitz in Größe und Aktivität angepasst sollte die Unterbringung groß genug sein, dass das Kitz dort sicher umher laufen kann, auch mal hopsen und sich bewegen.

Der Raum sollte belüftet werden können und Tageslicht einlassen (dunkle Kellerräume sind nicht optimal) Wer das Tier abstellen oder abschieben will es eigentlich nicht im Haus haben will, der sollte es in eine gute Aufzuchtstation bringen. Es ist ein Lebewesen mit Gefühlen und Bedürfnissen, das sollte kein Mensch je vergessen!

Mit zunehmenden Alter werden die kleinen immer größer und mobiler, der Sommer kommt nun auch und die Kitze können an ihr Kitzgehege gewöhnt werden. Zunächst bringen wir es tagsüber in das gesicherte Gehege und halten uns zusammen mit dem Kitz dort auf. Nacht wird es aber noch mit ins Haus genommen. Hat sich das Kitz an das Gehege gewöhnt und ist aktiv und munter, kann es auch gänzlich draussen gehalten werden. (Ca. ab der 10-12.Woche, je nach Entwicklung). Bedenken Sie aber bitte, dass das Gehege gesichert sein muss, gegen streunende Hunde, Katzen, den Fuchs (der dem Kitz bis 8kg noch gefährlich wird) und Beutegreifer aus der Luft (Milan, Bussard, Eule, Raben) Ein Netz über dem Gehege ist anzuraten, wenn die Kitze noch sehr klein sind.

 

Wer die Möglichkeit hat, kann einige Gräser und Kräuter ausgraben und in große Töpfe, Kübel oder sogar Katzenkloschalen oder Kleintierkäfig-Unterschalen einsetzen und im Haus ins Kitzgehege stellen. So lernt das Kitz die natürlichen Pflanzen bereits kennen und kann daran knabbern und sich dahinter verstecken. Auch wenn man das erste Kitzgehege in seinem Sichtbereich haben möchte und nur kahle Wiese an der gedachten Stelle hat, kann mit solchen Maßnahmen ganz einfach eine natürliche Deckung schaffen. Auch Zweige und Strauchschnitt kann in einen Kübel gesteckt Deckung und Äsung bieten.

In der 6-8 Lebenswoche müssen Böckchen kastriert werden, wenn sie aus der Narkose erwachen müssen sie beobachtet und gewärmt werden. Sie sollten dann nicht im Freien liegen. In vertrauter Umgebung, keiner direkten Sonne ausgesetzt werden.

Ein Futterplatz/Futterecke ist ratsam, damit die Kitze beim Toben nicht die Schüsseln umwerfen. Saugfähige Unterlagen (wenn doch mal das Wasser oder der Tee umkippt oder beim Fressen gepuscht wird) sind empfehlenswert.

ganz kleine Kitze, die erst wenige Tage alt sind liegen noch sehr viel und haben noch keine sehr aktiven Bewegungsdrang, in einer großen Kiste können sie vorerst warm und sicher untergebracht werden

Die Flasche bekommen solch kleinen Kitze noch öfters und natürlich auch Nachts!

weich und warm mögen es die kleinen, aber es kommt auch immer wieder mal vor, dass sie im liegen unter sich machen, daher sollten die Betten waschbar sein oder saugfähige Unterlagen bereit liegen. (In der Apotheke sind Bettunterlagen erhältlich, die sind optimal saugfähig, undurchlässig und gut zu entsorgen)

Bei den jungen Rehkitzen ist es wie man sieht nun nicht mehr mit einer Kiste oder dem Hasenkäfig getan. Ein halbes Zimmer wurde für die kleinen eingerichtet. PVC Boden ausgelegt, drüber waschbare und rutschfeste Unterlagen. Große Gitterelemente lassen sich nicht nur als Trennung zum Raum nutzen, auch kann man hier wunderbar frisches Blattgrün befestigen. Die Rehe können äsen und geniessen. In den Futterschüsseln sind Maispflanzenstücke vieles andere zusätzlich im Angebot.

Dieses Quartier wird nun bereits nur noch für die Nacht genutzt, bzw. als Krankenzimmer für verletzte Tiere, die nicht nach draussen dürfen und Ruhe halten müssen.

links sieht man die Aufteilung besser (jetzt wo alles abgeäst ist) Der Raum hat ein Fenster zur Belüftung und Lichteinfall. (Der Blick nach draussen ist aber nicht möglich, um die Rehe nicht zu beunruhigen. Besonders wenn es draussen dunkel ist und im Raum Licht eingeschaltet ist, spiegelt sich das Zimmerbild und Personen im Fensterglas und kann schnell zu Unruhe und Panik bei den Rehen führen!) Es kann bei Bedarf geheizt werden. Die Trennwände sind hoch genug, damit kein Reh hinüber springt. Rutschfeste und waschbare Bodenbeläge darunter PVC Auslage um durchdringende Nässe zu verhindern. Viele frische Handtücher als Wechselwäsche für die Betten sind nützlich.


Unterbringung von größeren Kitzen

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