Eine grosse Bitte an alle Menschen die sich in der freien Natur aufhalten und sich im Lebensraum der Wildtiere bewegen.

Mit Missmut müssen wir immer wieder feststellen, dass die meisten Leute leider nicht in der Lage sind sich in der Natur vernünftig zu bewegen und ohne jede Rücksichtnahme auch die letzten Rückzugsorte der Wildtiere stören. Daher unsere Zeilen mit der Bitte sich die Verhaltensregeln zu Herzen zu nehmen und sich Gedanken darüber zu machen, ob es nicht auch im eigenen Interesse ist, die Natur und ihre Bewohner zu achten und mit Rücksicht zu respektieren.


Liebe Hundehalter

Hunde sollten auf den Fußwegen bleiben und nicht achtlos im Unterholz oder in den Feldern laufen gelassen werden. “Der tut nichts” ist leider immer wieder ganz unvernünftig zu hören wenn man die Leute auf dieses Fehlverhalten anspricht. Liebe Hundehalter, allein dass der Hund kleine Bodenbrüter bei der Brut stört, vielleicht auf das Gelege tritt, ein Ei aus spielerischer Laune heraus aus dem Gelege nimmt, das Gelege mit seinem Geruch stört und somit der Henne das Gelege verleidet, ist schon schlimm genug. Findet Ihr Hund ein interessantes “Spielzeug” (Rehkitz, Vogel, Eidechsen, Küken, Nester u. a.) wird er etwas tun, das ist so sicher wie das Amen in der Kirche, denn allein das Schnuppern kann dafür sorgen, dass das Kitz nicht mehr angenommen wird. Auch ist in der Schonzeit die hochtragende Ricke (Rehmutter) sicherlich nicht glücklich, wenn ein in Spiel- und Jagdlaune stromernder Hund sie aufscheucht und hetzt! Wer möchte schon hochschwanger einen 400m Sprint hinlegen? Eine körperliche Unzumutbarkeit! Diese Hetze kann verheerende Folgen für das Wildtier und seinen Nachwuchs haben. Auch und besonders im Winter sind solche Hetz”spiele” Ihres Hundes oftmals mit tödlichem Ausgang für das arme in Panik versetzte Tier! Im Winter laufen die Energiehaushalte der Tiere auf minimaler Sparflamme, um den Winter zu überstehen. Jede Unruhe verbraucht Unmengen an Energie die das Tier, wenn überhaupt, nur mühselig wieder aufbauen kann. Eine Hetzattacke ist nicht damit zu rechtfertigen “der bekommt die Rehe ja sowieso nicht”.

Sie sollten nicht bereit sein, für Ihr Ruhebedürfnis nach dem Spaziergang und der unerzogenen Spieltriebigkeit Ihres Hundes, das Leben und das Wohl der Wildtiere (in deren Heim Sie eingedrungen sind) auf Spiel zu setzten und in Kauf zu nehmen, dass diese Ihre Rücksichtslosigkeit mit dem Leben bezahlen müssen.

20. April 2011, schon sind wieder erste Opfer von streunenden Hunden zu beklagen! Ricken und frisch geborene Kitze vom Hund getötet! Liebe Hundehalter! Bitte lassen Sie Ihre Hunde nicht frei herumlaufen!


Liebe Jogger, Radfahrer, Reiter und Familien

Wie auch bei den Hundehaltern trifft man besonders bei den Freizeitsportlern und Familien mit Kindern auf Unvernunft und unangebrachte Arroganz im Umgang mit der Natur. Liebe Menschen, Sie dringen in das Heim und das Reich der Tiere ein, Sie suchen Erholung und Natur zum Erleben und zum Ausgleich eines stressigen Tages. Doch wenn Sie weiter so sorglos mit der Natur umgehen und so unachtsam rücksichtslos ihr gegenüber sind, zerstören Sie Ihren eigenen Ruheraum, Ihren Erholungsort vor der eigenen Tür und schlimmer noch, das Zuhause der Tiere die dort leben! Vergleichen Sie: Wenn Sie Besuch empfangen ist dieser sicherlich in den meisten Fällen von Ihnen eingeladen worden (dies bleibt den Wildtieren bereits vorenthalten). Sie wünschen und erwarten sicherlich auch von Ihrem Besuch, dass dieser sich in Ihrem Heim benimmt und rücksichtsvoll verhält oder? Mit Respekt und Rücksicht sollten Sie doch dann erst Recht vorgehen, wenn Sie als ungeladener Besuch woanders auftauchen. Daher die wichtigsten Grundregel für ein vernünftiges Verhalten in der Natur.

Hunde an der Leine führen oder zumindest auf den Wegen halten

Kinder nicht durchs Unterholz oder auf Bäumen herumklettern lassen, ungezügeltes Gekreisch unterbinden, Sie sind nicht im Freizeitpark für Kinder wo diese ungehemmt tun und lassen können was sie wollen. Den Kindern Rücksichtnahme auf andere Lebewesen zu vermitteln ist in der sozialen Erziehung unerlässlich. Hierzu muss den Kindern Verständnis und Respekt beigebracht werden, nur wer sein Umfeld achtet, wird es schützen. Lautstärke runterschrauben, Sie wollen ja auch sicherlich keine Horde tobender Fussballfans in Ihrem Wohnzimmer haben (auch wenn diese nur in Freude und Spiellaune toben).

Unterhaltungen (ob zu Pferd, auf dem Rad oder zu Fuß) können auch in normaler Lautstärke geführt werden. (Vergleich: Fussballfans im Wohnzimmer)

mitgebrachtes auch wieder mitnehmen (Müll, Papier, Zigarettenstummel, Essensreste, Taschentücher ... gehören nicht in den Wald und die Natur!) “der eine Zigarettenstummel macht doch nichts, das Taschentuch verwettert doch, da haben die Tiere was zu fressen, ... sind die wohl unsinnigsten Rechtfertigungen von Umweltverschmutzern die erwischt werden. Wenn sie ihren Müll aus Faulheit in der Natur zurück lassen ist das nicht akzeptabel!” Denken Sie auch hier einfach an den Vergleich, was wäre wenn Ihr Besuch sich so bei Ihnen daheim verhalten würde? (Nein das ist nichts anderes!)

Wildtiere respektieren und nicht stören, nicht anfassen und nicht ihrem Platz entnehmen!


Diese Selbstverständlichkeiten sind leider in Vergessenheit geraten und gelten leider lange nicht mehr als selbstverständlich. Darum möchten wir auch anhand der Vergleiche das Verständnis anregen und zum Nachdenken animieren. Unsere Bitte an alle die die Natur besuchen, bitte nehmen Sie mehr Rücksicht, es ist auch in Ihrem Interesse und Ihrer Verantwortung das zarte Stück Wildnis vor der eigenen Haustür zu schützen und zu erhalten.

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